Die Trends 2020 im Bereich Anwendungen

DevOps-Kultur nötig

In diesem Jahr standen die technischen Details und Tools von DevOps im Mittelpunkt. 2020 geht es vor allem darum, diese richtig einzusetzen und damit die Produktivität zu erhöhen. Die Entwicklung einer DevOps-Kultur ist dabei unverzichtbar. Denn schon alleine die Struktur der Teams hat großen Einfluss auf die Automatisierung der DevOps-Pipeline. Entsprechend entstehen stärker auf Kollaboration ausgerichtete Teamstrukturen, die sich an Key Metrics orientieren. So kann sich NetOps auf die schnellere und häufigere Bereitstellung von Anwendungen konzentrieren.

DevOps hat bei Integrationstypen, Tools und Skillsets gegenüber NetOps zehn Jahre Vorsprung. Doch kollaborative Teams können den Status quo aufbrechen, indem sie die Standardisierung unterschiedlicher Tools für die Software-Bereitstellung wie Jenkins oder GitHub vorantreiben. Denn DevOps darf nicht damit enden. So müssen Bereitstellungsfunktionen – ebenso wie eine komplexe Pipeline von Geräten und Anwendungsdiensten – automatisiert werden. Und das geht nur mit einer effektiven Neuausrichtung der Technologiekultur.

Rechenzentren: Totgesagte leben länger! 

Trotz diverser Unkenrufe führte die Cloud nicht zum Ende der Rechenzentren – und wird es auch künftig nicht. Im Gegenteil: Anfang 2019 sagten die Marktforscher von IDC bei der IGEL Disrupt Conference, dass mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen Cloud-Workloads wieder in unternehmenseigene Rechenzentren überführen wollen – aufgrund von Sicherheit, Transparenz und Performance.

Zudem erhoffen sich die Unternehmen eine bessere Verfügbarkeit von Multi-Cloud-Tools sowie die Unterstützung von Anwendungsarchitekturen, die auf flexiblen Technologien wie Containern basieren. Das Rechenzentrum ist also nicht tot. Es entwickelt sich nur weiter. 

Herausforderungen beim App-Schutz steigen

Den Unternehmen wird zunehmend klar, dass es beim Schutz von Apps nicht nur um Code geht, sondern auch um Architektur, Konfigurationen, Vernetzungen und Anwender. Eine aktuelle Studie von F5 Labs zeigt, dass allgemeine Best Practices oder Checklisten wenig hilfreich sind. Stattdessen sollten maßgeschneiderte Sicherheitsvorkehrungen auf die tatsächlichen Bedrohungen abgestimmt werden. Der erste Schritt jedes effektiven Risikomanagements ist dabei die fortlaufende Erfassung des eigenen Inventars. 

Wie schon bisher werden ursprünglich gefährliche Technologien schrittweise in Geschäftsmodelle integriert. Zum Beispiel hat sich Cloud Computing von einer hochriskanten Innovation zu einer soliden Basis moderner Infrastrukturen entwickelt. Die mit der Cloud verbundenen Gefahren wurden eliminiert oder in Form von Service Level Agreements und Audits in vertragsrechtliche Risiken umgewandelt. 

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vor 3 Wochen