Low-Code oder Pro-Code: Warum IT-Leiter weder noch ausschließen können

Die Entwicklung von digitalen Anwendungen für Unternehmen ist Zeitaufwändig, aber dank Low-Code lässt sich der Prozess um ein Vielfaches beschleunigen. Allerdings reicht Low-Code alleine oft nicht aus:

Low-Code oder Pro-Code: Warum IT-Leiter weder noch ausschließen können

Die digitale Transformation und der wachsende Bedarf an Anwendungen erfordert, dass Unternehmen agiler werden und sich ständig anpassen. Daher müssen IT und Business enger zusammenarbeiten, um Kunden- und Geschäftswünsche möglichst schnell zu erfüllen und auch möglichst zu übertreffen. Dementsprechend ist die strategische Umstellung der Geschäftsprozesse auf Mobile- oder Browser-Anwendungen ein wichtiger Schritt.

Dieser ist allerdings in der Regel mit hohen Kosten und technischen Anforderungen verbunden. Das lässt Entscheider häufig zögern – denn ein Verlust wertvoller Wettbewerbsvorsprünge droht. Um der wachsenden Business-Agilität gerecht zu werden, bieten Low-Code-Plattformen mittlerweile eine effiziente Alternative zur reinen Individualentwicklung oder starrer Standardsoftware. Der Markt wächst rasant und wird nach Angaben des Branchenanalysten Forrester bis 2022 voraussichtlich 22 Milliarden Dollar erreichen. Doch kann Low-Code überall halten, was es verspricht? 

Low-Code beseitigt technische Barrieren

Im Durchschnitt nutzt ein Unternehmen mehr als 400 Softwareprodukte, die für Nicht-IT-Profis jedoch nur bedingt zugänglich sind und zu einer stark fragmentierten IT-Landschaft führen. Sogar für erfahrene IT-Experten wird es zunehmend schwerer, sich im Anwendungschaos zurechtzufinden. 

Mit der steigenden Nachfrage nach Applikationen fehlen den IT-Abteilungen immer häufiger die Zeit und die Ressourcen. Low-Code-Lösungen tauchen hier vermehrt auf, da sie Unternehmen Zeit und Geld sparen können. Das Leitmotiv heißt: Weniger Code und mehr Konfiguration. Die sogenannten Low-Code Plattformen unterscheiden sich funktional von der traditionellen manuellen Codierung, da sie eine Reihe von Methoden verwenden, um die Entwicklung von Anwendungen einfacher und schneller zu gestalten. So können Entwickler Anwendungen im Prinzip innerhalb von Tagen und nicht Monaten erstellen. Typische Services solcher Plattformen sind u. a.: Die Drag & Drop Schnittstellen, die visuelle Modellierung von Prozessen und Datenmodellen im Code oder gar die Sicherheit und Skalierbarkeit des Geschäfts. 

Bei starkem Wachstum oder komplexen Unternehmensstruktur stoßen bestehende Prozesse irgendwann an ihre Grenzen. Mit seinem ERP-System SAP EVO konnte Vodafone Group beispielsweise seinen Mitarbeitern in 27 Ländern bereits 2016 ein „Ready Business“-Modell zur Verfügung stellen und die Anzahl der Prozesse in einer einzigen Desktop und mobilen App deutlich reduzieren. Mit Hilfe der Neptune DX Platform, wurde das Ziel gesetzt eine konsistente Online und Offline “User Experience“ anzubieten. Etablierte Low-Code-Anbieter, haben ihre Plattform zu einer stabilen Kernkomponente der jeweiligen IT-Infrastruktur weiterentwickelt. Administratoren werden so von der Einbindung in kritische Systeme wie SAP oder Oracle befreit und die Integration in bestehende Sicherheitsinfrastrukturen, zum Beispiel auf Basis von Microsoft Azure Active Directory (AAD), wird ebenfalls ermöglicht.

Was bringt allerdings dieses Baukasten-Prinzip im Geschäftsalltag? In erster Linie wird die technische Barriere deutlich gesenkt. Jeder kann damit arbeiten: Entwickler und sogar Mitarbeiter, die wenig Fachkenntnisse in der Softwareentwicklung haben, sind nun in der Lage Anwendungen mit geringem Programmieraufwand zusammenzustellen und ihre Expertise mit einzubringen. Low-Code-Lösungen konzentrieren sich auf das wesentliche, um es Unternehmen einfacher zu machen in die Zukunft geführt zu werden.

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vor 6 Monaten