Low-Code oder Pro-Code: Warum IT-Leiter weder noch ausschließen können

Von Low-Code zu Pro-Code: Die Mischung macht’s!

Unter dem Motto: Weniger coding, mehr Produktivität, schaffen Low-Code-Plattformen ein Großteil der Anwendungsinfrastruktur und helfen Entwicklern, diese mühelos auf dem existierenden ABAP Stack zu integrieren. Low-Code sollte in Maßen verwendet werden. Eine unzureichend koordinierte Nutzung führt oft zur Entwicklung vieler kleiner flacher Anwendungen, die schließlich die gesamte IT Landschaft durchdringen. 

Wie lässt sich diese funktionsübergreifende Zusammenarbeit realisieren? SAP-basierte Entwicklungstools wie SAP Fiori Apps bieten unter anderem eine intuitive Benutzeroberfläche und ein rollenbasiertes Arbeiten. Auf diese Weise können Low Code Entwickler und Full-Stack-Entwickler Hand in Hand an der Erstellung des bestmöglichen digitalen Produkts arbeiten. Die Low-Code-Plattform ist der Ausgangspunkt, auf der Full-Stack-Softwareentwickler die passende Struktur an Microservices erstellen können. Es entlastet so die Full-Stack-Entwickler und IT-Architekten und ermöglicht ihnen fragmentierte Backend-Systeme des gesamten Geschäftsfeldes zu konsolidieren und zu vereinheitlichen.

Bei der Softwareentwicklung geht es hauptsächlich darum die Anwendungen mit allen Plattformen, Datenquellen, Datenbanken, Netzwerkschichten, APIs, Sicherheitsmechanismen und -verfahren zu vereinigen. Mit einer zentralen Low-Code-Plattform wird das Kerngeschäftsfeld über die einzelnen Systeme gestellt und es lassen sich Innovation und Agilität am effektivsten in Business- und IT-Teams skalieren. Die Fähigkeit, professionellen Code “Pro Code” zu verwenden und die bestehende IT-Landschaft zu integrieren, ist unterm Strich der Schlüssel, um die wahre Macht von Low Code zu entfesseln. Eine gesunde Mischung aus Low- und Pro-Code sorgt für ein optimales Entwicklungserlebnis und effizientere Applikationen auf Basis einer einzigen Plattform.

Fazit

Heute läuft vieles über mobile Geräte und Desktop-Apps, um die Arbeitsprozesse zu optimieren. Doch eine komplette Applikation zu coden ist in der Regel teuer und zeitaufwendig. Es erfordert Programmierkenntnisse, die in vielen Unternehmen nicht ausreichend vorhanden sind. Low-Code-Plattformen greifen dieses Problem zunehmend auf und bieten eine technologische Lösung, um die Lücke zwischen Business und IT-Abteilungen in jedem Unternehmen zu schließen. Dies alleine ist aber nicht die Lösung. Ein zukunftsorientierter Ansatz schafft wirkliche Wettbewerbsvorteile. Daher sollte Low-Code von Pro-Code nie ganz ausgeschlossen werden.

Unter allen möglichen Arten von Anwendungen und Lösungen gibt es in vielen Unternehmen, trotz vieler wiederkehrender Modelle, eine überwiegende Anzahl an hochkomplexen und individuellen Szenarien. Pro-Code ermöglicht es hier manuelle Anpassungen und Verbesserungen vorzunehmen und die Anwendungen vollständig an die Bedürfnisse des Unternehmens und bestehende Systeme anzupassen. Der Brückenschlag passiert also genau hier. IT-Manager müssen eine Verbindung zwischen beiden Welten herstellen, anstatt sie voneinander abzugrenzen. Nur so kann wirklich agil gehandelt werden.


Autor: Christoph Garms, Managing Director Neptune Software Deutschland

vor 8 Monaten